Wanderberichte

16. Wanderung W2 Burgenwanderung Drei Gleichen am 18. Juni 2026

Bei der zweiten Wanderung „Der Flotten Füße“ im Juni ging es nach Mühlberg (Thüringen) zur Burgenwanderung „Drei Gleichen“. Viele kennen diese Burgen nicht aber wenn man auf der Autobahn A4 von Erfurt nach Eisenach fährt tauchen diese bei Wandersleben rechts und links der Autobahn auf. Die Anfahrt war diesmal etwas weiter über 130km, deswegen traf man sich in Lützen am Bad bereits um 7:30 Uhr.

Dabei waren 11 Wanderer die diese drei Burgen erkunden wollten. Im Zentrum am Markt in Mühlberg suchten wir einen Parkplatz und nach dem ersten Gruppenbild ging es los zur „Mühlburg“ unserem ersten Ziel 1,2 km entfernt auf dem Gustav-Freytag Weg. Noch waren es angenehme Temperaturen aber die Wetterfrösche hatten einen heißen Tag angesagt. Vorbei am Gasthaus „Schützenhof“

… ging es stetig bergauf bis zu den ersten Stufen. Diese führten uns steil nach oben. Überall  gab es zahlreiche kleine Hinweisschilder über Pflanzen und Blumen. Es waren ca. 140 Stufen hat Gerlinde gezählt, wer sonst. Gestartet sind wir bei 210 HM und mußten innerhalb von 1 Km auf 360 HM kraxeln das war schon ganz schön anspruchsvoll.

Irgendwann waren wir oben angekommen und es gab viel Sehenswertes zu betrachten rund um die Burg. Natürlich gab es von oben sehr schöne Fernsichten zu den anderen Burgen aber auch auf Mühlberg runter. Hier machten wir ein weiteres Gruppenbild mit der Burg im Hintergrund.

Nachdem wir uns alles angeschaut hatten ging es wieder die 140 Stufen zurück und durch den Ort Mühlberg. Hier werden wir dann zum Schluß der Wanderung im Ratskeller einkehren. Unser nächstes Ziel war die  „Burg Gleichen“ in ca. 3 km Entfernung.

Diese liegt auf der anderen Seite der Autobahn A4, also ging es unter durch Brücke durch. Am Anfang war es flach und zum Teil ging es  auch auf schattigen Wegen weiter. Kurz danach mußten wir den nächsten Anstieg bewältigen. Von weiten konnte man die Burgruine schon sehen.

Dann waren wir oben angekommen und konnten diese Burgruine bereits von unten bestaunen. Am Eingang gab es eine Stempelstelle von der wir regen Gebrauch machten. Es sollte nicht die einzige Stempelstelle auf unserer Wanderung sein. Wir sind wieder von 270 HM auf 360 HM auf einer Länge von 1,1 km aufgestiegen. Noch waren die Temperaturen einigermaßen erträglich das sollte sich später ändern.

Hier legten wir eine größere Pause ein, der Eintritt zur Burgruine kostete für eine Gruppe nur ein Euro. Klar Rainer übernahm es und bezahlte für alle. Man staunte es war ja nur eine Burgruine aber es gab soviel zu sehen ob Turmbesteigung, Museum und diverse Kellerräume.  Von hier hatte man schöne Aussichten in die Ferne und schon mal einen Blick zur  „Vesta Wachsenburg“ riskiert unser nächstes Ziel.

Hier hatten wir uns zeitlich ein bisschen verfranzt ehe es weiter ging, einmal um die Burg herum und dann herunter. Der nächste Ort war Gasthaus „Das Freudenthal“ das wir auf unserer Wanderung streiften. Es war ein sehr interessanter Ort, auch hier hätte man Einkehren können.

Kurz zur Geschichte entnommen https://www.tourismus-thueringer-wald.de/kulturregion/freudenthal-wandersleben: Unter der Burg Gleichen stand einst eine alte Linde. Hier soll der vom Kreuzzug heimgekehrte Graf Ernst von Gleichen freudig von seiner Gemahlin empfangen worden sein. Kurz darauf, so die Legende, ließ der Graf an dieser Stelle das Wirtshaus „Freudenthal“ errichten. Nun steuerten wir unser nächste und letztes Ziel an die „Vesta Wachsenburg“. Alle wollten wissen wie weit ist es noch denn das Thermometer zeigte ständig steigende Temperaturen an.

Der Weg dorthin führte uns auf einen asphaltierten Radweg ohne Bäume kein Schatten in voller Sonne. Der Wegweiser sagte es sind noch 5,5 km also machbar für eine erfahrene Wandergruppe, dachte aber nur der Guide. Wieder ging es unter der Autobahn A4 durch auf die andere Seite der Autobahn.

Es ging auch an einigen Seen vorbei und im Hintergrund kam die Wachsenburg immer näher. Aber Rainer schaute auf die Uhr und wie weit es noch ist. Kurz vorm Aufstieg zur Burg machte er folgenden Vorschlag: Wir brechen hier ab kehren um nach Mühlberg zur Gaststätte denn für 13:00 Uhr waren Plätze reserviert.

Es war auch auf Grund der jetzigen Temperaturen die richtige Entscheidung. Er machte den Vorschlag die letzte Burg dann mit dem Auto zu erreichen und alle waren damit einverstanden. Links des Weges war ein Schotenfeld. Sie waren aber noch sehr klein sonst wäre Rainer hier hängen geblieben. Auch Störche konnten wir hier beobachten.

Wir hatten Mühlberg erreicht und kehrten im Ratskeller ein. Irgend etwas stimmte aber nicht mit der Bestellung, Rainer hatte für Donnerstag den 19. Juni die Plätze bestellt. Also richtig betrachtet Donnerstag ist der 18. Juni. Aber es gab kein Problem in der Woche gibt es immer freie Plätze, zum Glück

Nachdem wir uns alle gestärkt hatten ging es per Auto weiter auf den Parkplatz zur „Vesta Wachsenburg“, den wir nach ca. 5 km erreicht hatten. Nun gab es ein weiteres Problem, die Burgbesichtigung kostete 5 € Eintritt. Deswegen nahmen ein Großteil Abstand diesen Betrag zu zahlen. Angelika, Thilo und Rainer wollten es sich nicht entgehen lassen diese einmalige Einrichtung zu besichtigen. Die restlich Wandergruppe sollte am Parkplatz warten weil wir nur kurz mal reinschauen wollten. Auch hier hätte man einkehren können. Es gab keine Gäste alles frei.

Rainer überlegte kurz und kaufte für alle elf Wanderer ein Eis. Schnell durch die Folterkammer nach unten bevor das Eis schmolz. Am Parkplatz angekommen waren gerade die anderen, außer Conny bereits in Richtung Heimat losgefahren. Was nun mit dem Eis, schnell noch hinterher telefoniert ob sie nochmal zurückkommen. Ein Auto ja kam zurück aber die HHM leider nicht. Rainer verschenkte das Eis an das Mädel am Eingang und die Freude war bei ihr riesengroß.

Fazit: Die Wanderung war ein Highlight, sehr anspruchsvoll mit vielen neuen Erkenntnissen auch aus der Geschichte. Für so ein Thema bräuchte man mehr Zeit und angenehmere Temperaturen. Zum Schluß wieder das Wanderprotokoll:

Es waren 11,9 km die wir zurück gelegt hatten. Weitere Daten waren 210 Höhenmeter, 2 Stunden 57 Minuten in Bewegung, 4,1 km/h.