Wanderberichte

20. Wanderung W2 Schluchtenweg Runde von Bürgel am 18. Juli 2026

Heute fuhren wir nach Thalbürgel (Thüringen) zur nächsten Wanderung der „Flotten Füße“. Es ging 8.00 Uhr in Lützen mit 11 Wanderfreunden los, der Rest fuhr direkt zum Startort.

Treff- /Startpunkt in Thalbürgel war die Klosterkirche wo sich 16 Wanderer eingefunden hatten. Noch schnell das Gruppenbild vor der Kirche und dann konnte es losgehen. Vorgenommen hatten wir uns eine Strecke von 10,7 km, also für die W2 eigentlich nicht zu weit. Die ersten Meter führten uns noch durch den Ort am Klosterteich vorbei mit Rückblick auf die Klosterkirche.

Nach ca. 1km verließen wir den Ort, fanden hervorragende Wege vor. Zuerst an einer Wildblumenwiese vorbei und dann ging es im Wald weiter mit den ersten Anstieg. Oben angekommen machten wir die erste kleine Trinkpause. Hatten auch eine schöne Fernsicht über die Felder und den Wald.

Wir erreichten die erste Ortschaft Beulbar und es ging weiter entlang der Straße nach Ilmsdorf. Im Ort gab es ein interessantes Haus von Efeu fast zugewachsen sowie andere Sehenswürdigkeiten. Auch sehr informativ dieser Wegweiser. Wir waren bereits im Mühltal und Zeitzgrund früher mal wandern. Unser nächstes Ziel ist der Ort Waldeck aber es sind keine 8km von hier, da stimmt was nicht.

Nach Ilmsdorf ging es auf den Schluchtenweg weiter und erneut mußten wir aufwärts kraxeln von 240 auf 340 Meter. Da gab es einige Hindernisse zu überwinden durch umgestürzte Bäume. Aber für unsere erfahrene Wandergruppe war es kein Problem diese zu bewältigen.

Wir hatten die Wolfsschlucht erreicht. Sie liegt eingebettet in den Buchenwäldern zwischen Waldeck und Ilmsdorf. Sie ist ein beliebtes Ziel für moderate Wanderungen oder Mountainbike-Touren. Der naturbelassene Pfad führt durch eine wildromantische Aue, kann aber vor allem im Frühjahr sehr matschig sein.

Am Wegesrand findet man immer wieder Tafeln mit Sprüchen von J.W. von Goethe und Robert Gleisberg. Sowie andere interessante Sachen.

Wir hatten Waldeck erreicht und machten eine größere Pause. Es wurden Melonenscheiben, Gurkenstücke, Salami-Sticks und gute Laune Bonbons verteilt. Diese haben aber nicht so richtig geholfen, dazu später mehr. Rainer kramte in seinen Hosentaschen, im Campingbeutel und suchte seinen Autoschlüssel. Er war nicht da entweder unterwegs verloren oder er war noch im Auto stecken geblieben. Na ja was soll es er muß warten bis wir wieder am Auto waren und das Rätsel auflösen können.

Nach einer reichlichen Pausenzeit ging es weiter auf den Rückweg zum Startpunkt. Diesen mußten wir erst finden ehe wir Waldeck verlassen haben. Die erste Entscheidung war falsch denn es ging fast auf den gleichen Weg zurück. Aber wir fanden den Anfang und hatten alle noch gute Laune diese sollte sich noch ändern. Am Anfang war es ein sehr schöner Waldweg. Rechts und links gab es Heidelbeersträucher mit vereinzelt ein paar Beeren zum Naschen. Nach einer Weile wurde der Weg breiter mit Schottersteinen die nicht so schön waren zum Wandern. Wir kamen am Aktivistenstein vorbei und haben folgenden Hinweis:

Entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Menhir_von_Waldeck. Der Stein liegt etwa 700 m nördlich von Waldeck, etwa 100 m westlich der nach Thalbürgel führenden Straße direkt an einem Waldweg. Nur 3 m nördlich des Menhirs wurden 1953 Bruchstücke einer steinzeitlichen Axt entdeckt. Ob der Stein sich aber noch an seinem originalen Standort befindet, ist trotz dieses Fundes unklar, da der Wald bei Waldeck auf einen Vorschlag von Johann Wolfgang von Goethe hin „verschönert“ wurde und der Stein somit erst zu dieser Zeit an seinem heutigen Standort aufgestellt worden sein könnte

Wir hatten noch ca. 3 km vor uns aber was jetzt folgen sollte war nicht schön denn der Wanderweg existierte nicht mehr, er war zugewachsen. Wir machten mehrere Anläufe in verschiedene Richtungen aber jedes Mal das gleiche die Wege waren zugewachsen und somit versperrt. Also mußten wir einige 100m zurückgehen bis zu einen Holzunterstand. Dort sollte ein Weg links weg gehen aber auch der war nicht zu erkennen. Wir mußten entscheiden komplett den gleichen Weg zurück, das wollte Rainer nicht oder die 100m entfernte Landstraße benutzen.

Dieser führt uns auf jeden Fall zurück nach Thalbürgel und macht nur einen kleinen Umweg. Der Wanderführer hatte entschieden es geht die Straße lang und das fand nicht bei allen die Zustimmung. Es wurden auch entsprechende Kommentare von einer Person geäußert, auf die möchte ich nicht weiter eingehen. Auch die Wirkung von meinen gute Laune Bonbons half nicht mehr.

Letztendlich war es die richtige Entscheidung um in Kürze zurückzukommen. Es ging im Gänsemarsch nur noch abwärts die wenig befahrene Straße entlang. Nach kurzer Zeit hatten wir an der Straße diesen Stein vorgefunden der uns zeigte wo es weiter geht. Zuerst mußten wir nach Bürgel laufen um dann links von der Straße abzubiegen zum Zielort.

Kurz vor um eins hatten wir die Klosterkirche erreicht, wollten auch mal schnell in die Kirche reinschauen aber alles verschlossen. Übrigens Rainer sein Autoschlüssel steckte noch im Schloß er hatte es nicht abgeschlossen, auweia hätte dumm ausgehen können.

Zum Essen fuhren wir dann nach Bürgel in die Griechische Gaststätte „Akropolis“. Es war bereits zum 3mal in diesem Jahr das wir ein griechisches Restaurant aufsuchten das sollte für den Rest des Jahres reichen da nicht alle davon begeistert sind. Aber es ist weit und breit die einzige Möglichkeit hier einzukehren. Der Imbiss im Ort hat am Sonnabend geschlossen und extra nach Jena zu fahren das macht keinen Sinn. Kurz nach 13:00 Uhr waren wir vor Ort und trotz viel Betrieb im Außenbereich waren wir bereits 14:00 Uhr fertig mit Essen und Trinken. Das hat super geklappt, die reichlichen Portionen trotz Seniorenteller kamen pünktlich und schnell auf den Tisch. Zum Abschluß noch das Gruppenfoto vor der Gaststätte und zurück zu den Autos, die wir am Markt geparkt hatten. Leider mußten wir an einer Eisdiele vorbei ohne Stopp ging es nicht und wir ließen das Leckeis uns schmecken.

Wanderprotokoll:

Es waren über 13 km die wir zurück gelegt hatten, aber lt. Komoot bei Rainer wurden nur 11,7 km angezeigt. Weitere Daten waren 230 Höhenmeter, 2 Stunden 43 Minuten in Bewegung, 4,3 km/h, tolle Leistung von allen.

Danke auch an Elsbeth, unseren Gast, die mit 84 Jahren es problemlos geschafft hat Hut ab.