Es stand unsere 12. Wanderung der „Flotten Füße“ in diesem Jahr an. Wir trafen uns geschlossen in Lützen am Bad. Eigentlich wollten wir bereits am vergangenen Samstag aufbrechen aber es regnete und Rainer sagte die Wanderung kurzfristig ab. Nun aber am Donnerstag der neue Termin und da passte das Wetter nur Sonnenschein und etwas Wind. Dieser war aber sehr angenehm und somit waren die hohen Temperaturen besser zu ertragen. Wo ging es hin „Zum Petersberg“ bei Halle. Wir waren nur 8 Teilnehmer dafür gab es verschiedene Gründe, Urlauber, Enkelbetreuung und krankheitsbedingte Ausfälle.
Nach kurzer Fahrt auf der Autobahn A9 und A14 waren wir in Teicha, unseren heutigen Startort, angekommen. Bereits kurz nach 8:30 Uhr ging es zuerst durch den Ort, am Gasthaus Teicha und Gaststätte zur Linde vorbei aber beide hatten geschlossen. Eigentlich wollten wir nach der Wanderung wie immer zum Abschluß einkehren, diesmal Fehlanzeige. Deswegen war oben auf dem Petersberg eine Brotzeit eingeplant, dazu später mehr.
Es war klar das wir auf unseren Weg wenig Wald vorfinden werden. Nur ganz kurz hatten wir etwas Schatten aber dann nur Feld- und Wiesenwege in Richtung Autobahn A14.
Wir erreichten nach knapp 3 km die Ortschaft Nehlitz und kamen an dieser historischen Schwengelbornpumpe vorbei. Weitere Info’s zum Nachlesen auf dem Hinweisschild.
Wir setzten unsere Wanderung bei bester Laune fort und machten die erste Trinkpause. Von weiten konnte man schon den Petersberg mit seinen Sehenswürdigkeiten sehen.
Aber bevor wir bis zum Petersberg hochgehen machten wir noch einen Abstecher zum Goethebruch.
entnommen aus dem Internet: „Was für ein Name! Goethebruch – warum das wohl so ist? Im Jahre 1778 besuchte der Dichter und Gelehrte Johann Wolfgang von Goethe den ersten Steinbruch, in dem der Petersberger Quarzporphyr aktiv abgebaut und für Bauwerke und Straßenbau verwendet wurde. Über seine dichterischen Fähigkeiten hinaus besaß Goethe eine besondere Affinität zur Geologie. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiet brachten ihm ein nach ihm benanntes Mineral ein: den Goethit, der sogar im Goethebruch vorkommt. Durch das Eindringen von Wasser entstand nach und nach ein kleiner See, der aufgrund seines Fischreichtums zum Angeln einlädt.“
So nun war es soweit noch ein paar Höhenmeter und wir hatten unser Tagesziel erreicht. Was erwartet uns alles auf den Petersberg: Das Kloster mit der Stiftskirche St. Petri, der Fernmelde- und Bismarckturm sowie das Fernmeldehochhaus.
Aber alles der Reihe nach, denn hier gibt es zu jeder Sehenswürdigkeit Informationen, entnommen https://de.wikipedia.org/wiki/Petersberg_(bei_Halle)#Kloster_Petersberg:
„Das Kloster Petersberg mit der Stiftskirche St. Petrus ist ein ehemaliges Augustinerchorherrenstift. Seit 1999 besteht eine evangelische Klosterkommunität der Christusbruderschaft Selbitz.“
Im Kloster wohnen 4 Ordensschwestern (junge Frauen) und 2 Ordensbrüder. Hier legten wir auch unsere geplante Brotzeit ein. Jeder hatte etwas mitgebracht und es wurde reichlich verteilt. Auch einen Verdauer gab es zum Schluß, gesponsert von Rainer.
Nach einer ausgiebigen Pause machten wir noch einen Abstecher zur „Ruine Hospitium Domus“. Es liegt gleich neben den Kloster und es sind die Überreste einer historischen Kloster- und Pilgerherberge.
Dort machten wir auch Bekanntschaft mit Gudrun, kommt aus den Bundesland Schleswig- Holstein Kreis Dithmarschen. Sie reist bereits mehrere Monate allein durch Deutschland, hat im Auto eine Küche und eine Schlafgelegenheit eingerichtet. Sehr interessante und freundliche Frau, wir hatten uns viel zu erzählen.
Aber es war ja noch nicht alles auf den Petersberg, z.B. das Fernmeldehochhaus. Diesen hat eine Privatperson gekauft und möchte hier Ferienwohnungen ausbauen. Weiterhin konnten wir den Fernmelde- und den Bismarckturm besichtigen.
Fernmeldehochhaus: Auf dem Petersberg befindet sich auch ein siebenstöckiger A-Turm der Deutschen Telekom AG. Vor der politischen Wende in der DDR gehörte dieser Turm in den Grundmittelbestand der Partei SED.
Fernmeldeturm: Etwa 320Meter südöstlich des Petersberggipfels steht der 1965 eingeweihte und 119m hohe Fernmeldeturm Petersberg der Deutschen Telekom, der in Stahlbetonbauweise errichtet wurde. Von dort werden mehrere Rundfunkprogramme für den Großraum Halle ausgestrahlt, unter anderem MDR Sachsen-Anhalt, MDR Sputnik und Radio SAW.
Bismarckturm: Auf dem Petersberg steht einer von 15 erhaltenen Bismarcktürmen in Sachsen-Anhalt. Der 15m hohe Aussichtsturm wurde nach dem Typenentwurf Götterdämmerung des Architekten Wilhelm Kreis errichtet und am 24.September 1902 eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Turm starke Schäden. Er wurde 1999/2000 umfangreich saniert, so dass er anschließend erstmals seit dem Krieg wieder besteigbar wurde.
Wir hatten sehr viel gesehen, interessante freundliche Leute kennen gelernt, aber irgendwann mußten wir den Heimweg nach Teicha antreten. Natürlich nicht auf den gleichen Weg zurück, sondern in Richtung Wallwitz und Dachritz waren unsere nächsten Ziele.
Auf den Rückweg gab es keine weiteren Sehenswürdigkeiten zu sehen, aber wir machten Bekanntschaft mit Kuh Elsa, Gänsen und ein paar Ziegen.
Wir waren wieder am Ausgangspunkt in Teicha angekommen, noch ein Abschlussbild, diesmal mit dem Chef, am Brunnen.
Fazit: Die Wanderung war wieder ein Highlight, sehr anspruchsvoll mit vielen neuen Erkenntnissen auch aus der Geschichte. Zum Schluß wieder das Wanderprotokoll:
Es waren 14,2 km die wir zurück gelegt hatten. Weitere Daten waren 180 Höhenmeter, 3 Stunden 30 Minuten in Bewegung, 4,1 km/h.
Noch ein paar Bilder von unserer schönen Wanderung
























































