Die „Flotten Füße“, Wandergruppe W2, waren wieder unterwegs. Treffpunkt bereits 7:30 Uhr am Bad in Lützen. Zwölf Wanderfreunde hatten sich eingefunden bei bestem Wanderwetter. Mit 3 Fahrzeugen ging es zur A9 bis zur Abfahrt Brehna und dann auf der B100 weiter nach Landsberg.
Startpunkt war der Bahnhof Landsberg, dort gab es auch reichlich Parkplätze um die Autos sicher und ohne Parkgebühren abzustellen. Nach ca. 300m gab es das erste Hindernis ein mobiler Bäcker. Rainer konnte nichts machen die Verlockung für einige war zu groß und klar es wurde Gebäck gekauft.
Nach einer kleinen Verzögerung konnte es so richtig los gehen. Die ersten beiden Kilometer durch den Ort.
Nach ca. 2km waren wir in Gütz angekommen und wollten die Kirche besichtigen. Die Dorfkirche St. Anna und St. Katharina in Gütz, einem Ortsteil der Stadt Landsberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt, ist ein im Kern romanischer Bau des 12. Jahrhunderts. Leider war sie nicht offen und wir mußten weiter wandern.
Wir verließen Landsberg mit seinem Ortsteil Gütz. Einen richtigen Wanderweg gab es nicht sondern diesen Trampelpfad.
Aber was wir dann sehen konnten, wie aus dem nichts, war dieser Steinbruchsee. Das erste Highlight an diesem Tag, es sollten weitere folgen.
Es ging weiter auf einen sehr schönen Waldweg. Nach knapp 4km war es Zeit für eine Trinkpause.
Das nächste Highlight war das Rasenlabyrinth: Direkt am Gützer Berg findet sich auch das Rasenlabyrinth, der sogenannte Schwedenring. Dieser wurde in den 30er Jahren durch den Lehrer & Heimatforscher Bernhard Brühl und seine Schüler angelegt. Der Name wird mit der Anwesenheit schwedischer Soldaten in der Gegend in Verbindung gebracht und verweist auf ein ähnliches Gebilde in der Nähe von Querfurt. Anlagen dieser Art gehen aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch auf wesentlich ältere Bräuche und Überlieferungen zurück.
Nun kamen wir an den zweiten Steinbruchsee, er ist viel größer. Rund um beide Steinbrüche können viele schöne Ausblicke genossen werden. Im Größeren kann auch getaucht werden. Das Gelände des ansässigen Tauchvereins befindet sich in direkter Nähe an einer alten Industrie-Ruine. Von weiten sieht man auch die Doppelkapelle von Landsberg.
Wir lernten auch Kerstin, die Meerjungfrau vom Steinbruchsee, kennen. Sie machte ein Gruppenbild und war begeistert von unserer Wandergruppe der „Flotten Füße“.
Wir verließen den Steinbruchsee, unser nächstes Ziel war der Grabhügel auf den Spitzberg. Um dort hinzukommen ging es ca. 1,5 km entlang der Straße.
Dann bogen wir ab in den Wald zum Spitzberg und hatten einige Hindernisse zu bewältigen.
Wir hatten den Wald verlassen und mußten den letzten Anstieg noch erklimmen.
Nun war es auch Zeit für die zweite Trinkpause und mitgebrachten Snacks.
Nach diesen Eindrücken auf den Spitzberg hieß es den Rückweg nach Landsberg anzutreten. Noch hatten wir nicht die Hälfte der Wanderstrecke geschafft, deswegen hieß es jetzt zügig km bewältigen .
Vom Spitzberg noch ein Panoramabild über die Felder nach Landsberg. Es ging weiter entlang der Bahnstrecke mit Abstecher über Gollma.
Dann hatten wir unseren Ausgangspunkt Landsberg erreicht und sind über den Markt an einer Postsäule vorbei zu den Kirchen.
Aber der Reihe nach, unser 1. Ziel war die Kirche „St. Nicolai“. Wir hatten Glück sie hatte geöffnet und wir konnten uns von innen alles ansehen. Welche Information gibt es zur Kirche?
Entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/St._Nicolai_(Landsberg): St. Nicolai ist eine denkmalgeschützte evangelische Kirche in der Stadt Landsberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Die Kirche mit der Adresse An der Kirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht. Mit dem Westquerturm und der Ostapsis ist sie ein für die Gegend typischer Kirchenbau. Entstanden ist die Kirche im Jahr 1200. Bei den späteren Anbauten, Sakristei und Portalvorbau, und Umbauten wurde darauf geachtet, dass die Kirche ein einheitliches Erscheinungsbild bei behält. Bemerkenswert im Inneren sind sowohl die Kanzel mit Formen der Spätrenaissance als auch die romantische Orgel von August Ferdinand Wäldner mit II/13 auf mechanischen Schleifladen, die vollständig original erhalten ist.
Nun ging es weiter zum letzten Highlight unserer Wanderung die „Doppelkapelle St. Crucis“ in Landsberg. Von der Autobahn A9 ist sie schon von weiten sichtbar, in der Regel fährt man vorbei. Aber heute war es soweit das wir sie uns vor Ort anschauen konnten.
Wir hatten Glück und konnten von einer Kirchenvertreter an einer kurzen Führung teilnehmen. Nur auf die Aussichtsplattform durften wir nicht, weil diese angemeldet werden muß. Aus dem Flyer kann man noch folgendes erlesen: „Eine Zeitreise ins Mittelalter, schon von Weiten erhebt sich die Doppelkapelle St. Crucis auf Ihrer markanten Porphyrgruppe über die Landschaft. Sie ist kein Ort, den man zufällig entdeckt, sondern ein Ziel, das man bewusst ansteuert. Wer den Weg hierher findet, folgt nicht nur den Straßen, sondern auch einer Spur durch mehr als 800 Jahre Geschichte. Im 10. Jahrhundert hat sich am und um den Berg eine slawische Siedlung befunden. Diese war 200 Jahre später Ausgangspunkt für die Errichtung einer mächtigen Burganlage. Von Landsberg aus wurde unter Dietrich, Sohn Konrad des Großen, die gesamte Mark Lausitz regiert. Vom Selbstverständnis des einflussreichen Markgrafen, eines engen Begleiters des Kaisers, zeugt heute noch die Doppelkapelle nach Vorbild der großen Reichsburgen. Ein Kleinod romanischer Baukunst mit einer großen Geschichte, in dem es viel zu entdecken gibt.“
Noch ein letztes Gruppenbild vor dem Gipfelkreuz auf den Kapellenberg. Bei diesem Kreuz handelt es sich um ein Ehrenmal, welches den Gefallenen des I. Weltkrieges geweiht ist. Dann ging es zum Parkplatz am Bahnhof zurück, dort hatten wir die Autos abgestellt.
Für Rainer war es noch ein besonderes Jubiläum, er führte die „Flotten Füße“ zum 75 mal an.
Fazit: Die Wanderung war wieder ein Highlight, sehr anspruchsvoll mit vielen Sehenswürdigkeiten auch aus der Geschichte. Zum Schluß wieder das Wanderprotokoll:
Es waren 14,9 km die wir zurück gelegt hatten. Weitere Daten waren 100 Höhenmeter, 3 Stunden 17 Minuten in Bewegung, 4,5 km/h.
Noch ein paar Bilder von unserer schönen Wanderung
Aber noch war unser Tagesausflug nicht zu Ende. Wir fuhren mit den Autos nach Spickendorf in die Bauernschänke zur Einkehr.
Danach ging es noch in die Keramikscheune, die nach ein paar Jahren Pause wieder in der vorderen Hälfte geöffnet hat.




























































